Montag, 25. Mai 2015

Das Sherry Cask Tasting steht bevor!

Nachdem Hamburg uns die Möglichkeit geboten hat unsere Flaschenauswahl durch einen erhöhten Unkostenbeitrag zu erweitern bieten wir am 05.06.2015 erstmals ein Tasting mit deutlich hochwertigeren Single Malts an. Danke Hamburg für diese tolle Gelegenheit! Wir freuen uns jetzt schon riesig auf Euch!

Eure Malt Mariners Michael & Leon




Freitag, 15. Mai 2015

Danke Hamburg!


Die Malt Mariners sagen ein weiteres Mal FETTEN DANK an Hamburg! War, wie nicht anders zu erwarten, ein genialer Abend mit Euch! Hoffe alle sind wie wir safe and sound wieder im Hafen angelangt.

Eure Malz Piraten!


Mittwoch, 6. Mai 2015

Distillery Review 5: Warenghem


Die Malt Mariners Distillery Reviews sind kleine Reiseberichte, die sich speziell mit dem Besuch unserer geliebten Whisky Brennereien befassen. Bitte beachtet hierbei, dass es sich um Eindrücke einer Einzelperson handelt. Die Einblicke sind subjektive Momentaufnahmen und sollten als solche verstanden werden. Viel Spaß!
Distillery Review 5: Warenghem

Warenghem? Nie gehört? Nicht verwunderlich, sucht man doch in der meisten Whisky-Literatur vergeblich nach ihr. Um so mehr freuen wir uns, die Möglichkeit zu haben Euch von unserem Besuch zu berichten. Und so gebührt der Brennerei Warenghem die Ehre als erste nicht-schottische Brennerei in die Malt Mariners Distillery Reviews eingereiht zu werden. Warenghem liegt im bretonischen Küstenstädtchen Lannion („Lannuon“ im Bretonischen) im Herzen der Bretagne. Da wir vom Scotch wissen, dass Whisky ein sonniger Spiegel seiner kulturellen Umgebung ist, halte ich es für angebracht, etwas auszuholen und ein paar Worte zur Region und den Menschen zu verlieren. Die Bretonen lassen sich mit ihren keltischen Wurzeln ungern zu den Franzosen zählen und lassen an ihrem Regionalpatriotismus keinen Zweifel. Bei uns ist die Bretagne den meisten vermutlich durch Asterix und Obelix bekannt und so ganz abwegig ist dieses Klischee der widerspenstigen aber herzlichen Gallier auch nicht. 


Die Landschaft erscheint wie eine bizarre Mischung aus schottischen Heidemooren, und rauen Nordseeabschnitten, gepaart mit französischem Flair. Die Landschaft und die Küstenstädte sind atemberaubend schön und in den Ortschaften kuscheln sich Fischrestaurants (Austern!), Crêperien und Souvenirläden (in denen die Bretonen selbst gerne einkaufen ;) aneinander. Die bretonische Küche wird dominiert von Fisch, Crêpe, Galette (Crêpe aus Buchweizen, meist mit Käse, Ei, Schinken oder allem), Fleisch und Süßspeisen. Gefühlte Hauptbestandteile sind daher Butter und Zucker ^^. 


Whisky ist bei den Bretonen leider (noch) nicht häufig anzutreffen, wenngleich viele Souvenirläden einige wenige bretonische Whiskies führen. Nationalgetränk der Bretonen ist (und bleibt vermutlich) der Cidre, ein leichter Apfelschaumwein. Wie es den Galliern aber eigen ist, kämpft eine kleine tapfere Brennerei um die Produktion und Verbreitung von qualitativ hochwertigem bretonischen Single Malt. Die Brennerei besteht bereits seit mehreren Generationen, hat aber erst 1994 begonnen Single Malt zu produzieren. 1998 erblickte der erste „Armorik“, wie sich der Single Malt nennt, das Licht der Welt.  Zuvor wurden Kräuterschnäpse und Liköre produziert, was sich heute noch in der größeren Auswahl an anderen Spirituosen wie Met und dergleichen widerspiegelt.


Wie bereits erwähnt liegt Warenghem noch im Stadtgebiet von Lannion und ist daher vermutlich auch zu Fuß oder mit dem Bus zu erreichen (wir waren mit dem Auto unterwegs). Äußerlich macht die Brennerei nicht viel her und ist keine Touristenattraktion, wie manche schottische Brennereien. Der brennereieigene Laden ist puristisch gehalten und stellt die aktuelle Range der zu verkaufenden Getränke aus. Es gibt keine „klassischen“ Touren durch die Brennerei, die im Grunde nur aus einem großen Raum besteht. Wer jedoch, wie wir, nett fragt bekommt sicherlich auch einen Blick in die Brennerei und das Lagerhaus. Die nette Mitarbeiterin (die neben Englisch auch noch Deutsch sprechen konnte!) nahm sich für uns extra Zeit und zeigte uns die Pot Stills und die Lagerhäuser, die derzeit rund 4000 Fässer beherbergen. Die Brennerei hat eine der letzten bretonischen Böttchereien in Douranenez an der Hand, die eigens für die Brennerei frische Eichenfässer herstellt. Diese finden teilweise Verwendung bei den Single Malts. Eine eigene Mälzerei hat die Brennerei nicht, das gemälzte Getreide kommt daher aus Belgien.
Die Lagerhäuser sind bis an die Decke mit zum Teil stehenden Fässern gefüllt. Laut Aussage der Mitarbeiterin eignet sich das bretonische Klima mit einer Temperaturschwankung von 10 Grad im Jahr gut zum Reifen für Whisky. Die Reifung ist allerdings mit im Schnitt 2-3 Monaten schneller unterwegs als in Schottland.


Das Single Malt-Aushängeschild der Brennerei ist der „Armorik“ der mit Stolz den gallischen Namen der Bretagne auf der Brust (bzw. der Flasche) trägt (Aremorica = gallische Name für die Bretagne). Derzeit wartet die Brennerei mit vier unterschiedlichen Single Malt Abfüllungen auf. Der Günstigste aus dem Sortiment, die „Edition Orginal“ ist bereits für um die 20 Euro zu haben und lässt für den Preis geschmacklich kaum Wünsche offen. Ein wie ich finde sehr gelungener, frischer und fruchtiger Malt, den man leicht mit einem der schottischen Verwandten verwechselt. Und das bei nur 4 Jahren im Bourbon Fass! Der „Classic“ kommt mit einer 4 bis 8 jährigen Fassmischung von 60% Ex-Bourbonfässern und 40% Ex-Sherry Fässern daher. Ebenfalls sehr lecker! Besonders überrascht hat mich der „Sherry Finshed“, der ebenfalls mit grade mal 4 Jahren eigentlich noch grün hinter der Ohren sein müsste, jedoch schon mit einer tollen Frucht aufwarten kann. Der „Double Matured“ lag drei jahre in extra für die Brennerei angefertigten bretonischen Eichenfässern, bevor er noch weitere drei Jahre in Ex-Sherry Fässern wohnen durfte. Auch der hauseigene Blend mit dem Namen „Breizh“ schmeckte mir hervorragend, wo ich ja sonst beim Thema „Blended“ doch eher die Nase rümpfe. Mit einer 50-50 Mischung von Grain und Malt Whisky muss sich dieser Blended nicht verstecken. Alles in Allem ein solides Sortiment an spannenden Whiskies! Wir dürfen gespannt sein, was Warenghem in den nächsten Jahren ins Rennen schicken wird. Meiner Meinung nach ist diese Brennerei allemal einen Blick über den Tellerrand wert! Warenghem zeigt mal wieder deutlich: Die inneren Werte zählen!


Fazit: 
Warenghem ist eine junge Brennerei die sich jüngst auf den „Qualitätswhisky“ Betrieb eingestellt hat. Dies ist ihr unserer Meinung nach bereits gut gelungen und lässt auf viel Gutes in der Zukunft hoffen! Die jungen Malts müssen sich nicht verstecken und erreichen als (für meinen persönlichen Geschmack) erste nicht-schottische Whiskies den Standard (oder Stil?) ihrer schottischen Nachbarn. Die Brennerei selbst ist einen Besuch wert, wenn man höflich nachfragt und sich rechtzeitig ankündigt. Ansonsten ist der Shop mit Sicherheit auch für Freunde anderer leckerer Sünden eine große Freude. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß! Weiter so Warenghem! 


Yec´hed mat!

Euer fellow Malt Mariner Leon




Fakten (Stand April 2015):
Eigentümer: Warenghem
Gegründet: 1900 (Whisky since 1994)
Produktionsvolumen pro Jahr: ?
Adresse: Route de Guingamp, Boutill, 22300 Lannion, Frankreich
Aussprache: „Waren-gem“
Erreichbar: Zu Fuß, Bus, Auto
Link: http://www.distillerie-warenghem.com





Quellen: 
- http://www.distillerie-warenghem.com
- Meine Erinnerung, Mein Whisky-Tagebuch, Meine Kamera ;)

Samstag, 4. April 2015

Distillery Review 4: Oban


Die Malt Mariners Distillery Reviews sind kleine Reiseberichte, die sich speziell mit dem Besuch unserer geliebten Whisky Brennereien befassen. Bitte beachtet hierbei, dass es sich um Eindrücke einer Einzelperson handelt. Die Einblicke sind subjektive Momentaufnahmen und sollten als solche verstanden werden. Viel Spaß!


Distillery Review 4: Oban


Oban Distillery liegt im gleichnamigen Hafenstädtchen Oban an der schottischen Westküste. Die Brennerei kuschelt sich, wie es scheint, mitten in den Ort hinein. Dabei entstand der Ort erst nach der Brennereigründung 1793 um die Brennerei herum und verhinderte somit eine spätere Expansion. Daher hat Oban noch heute nur zwei Brennblasen und ist gezwungen, den hauseigenen Whisky teilweise außerhalb der eigenen Lagerhäuser reifen zu lassen. Oban hat wie die meisten Brennereien eine Reihe von Besitzerwechseln hinter sich (Gründerfamilie ist Familie Stevenson) und gehört heute zum Großkonzern Diageo. 





Der große Vorteil der Oban Distillery liegt klar in ihrer Lage. Dem einen Freud ist des anderen Leid. Was für die Produktion ein Hindernis ist, kommt den Touristen sehr entgegen. Durch die Lage ist die Brennerei von den Hostels und der Innenstadt zu Fuß zu erreichen! Der Laden der Brennerei ist übersichtlich, was auch der ebenso übersichtlichen Range Rechnung trägt. Neben der obligatorischen "Distillers Edition" ist Oban im Grunde nur für den "Oban 14 Jahre" bekannt. Ein leicht rauchiger Malt, der ebenso fruchtige und salzige Komponenten gut mit einander vermählt. Ein guter Einsteiger Malt, der zwar meist den Highlands zugeordnet wird, aber auf Grund seines maritimen Charakters genauso gut zu den Insel-Whiskies gezählt werden könnte (fehlt nur noch die Insel ;). 


Die Tour war bei meinem Besuch leider etwas lieblos vorgetragen, was der schön gestalteten Brennerei nicht ganz gerecht wurde. Wie für Diageo Brennereien üblich durfte man in den Brennerei Räumen keine Fotos machen. Eine Politik die für mich wohl nie begreiflich sein wird. Ein sehr schöner Malt Moment war hingegen die Verkostung eines "halb" gereiften Whiskies direkt aus dem Fass. Ein Lagerhausbesuch war leider nicht drin, dafür gabs ein Take-Away Glas. Wie bei allen Diageo Brennereien verweise ich hier auf das "Friends Of The Classic Malt" Journal, das euch kostenlosen Eintritt in eine ganze Reihe von Diageo Brennereien verschafft! Spart bares Geld, das man dann in mehr Whisky investieren kann ;). 


Fazit: Oban Distillery ist eine tolle Besucherattraktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man ohnehin vor Ort ist. Abzüge in der B-Note gibt es für die Diageo Knausereien wie Fotoverbot und die fehlende Lagerhaus Besichtigung. 


Slainte Mhath! 

Euer Leon 



Fakten (Stand April 2015):
Eigentümer: UDV (Diageo)
Gegründet: 1793
Produktionsvolumen pro Jahr: 670.000 Liter pro Jahr
Adresse: Stafford Street, Oban, Argyll PA34 5NH
Aussprache: "Ouben" 
Erreichbar: Zu Fuß






Quellen: 
- Hoffmann, Marc (2007): Whisky - Marken aus der ganzen Welt; Bath, New York, Singapore, Hong Kong, Cologne, Delhi, Melbourne: Parragon 
- http://de.wikipedia.org/wiki/Oban_(Whiskybrennerei)
- Jackson, Michael (2010); Malt Whisky; London, New York, Melbourne, München, Delhi: Dorling Kindersley 
- Wündrich, Katja; Seonaidh, Adams (2012): Whisky Trails; Frankfurt am Main: Goldfinch

Donnerstag, 26. März 2015

Tasting Wochenende im April :)


Ahoi Whisky Freunde!
Im April planen wir zwei Tastings zu machen. Eines in Hamburg (10.04.2015) und eines in Lübeck (11.04.2015). Infos findet ihr unter Veranstaltungen, oder auf Facebook auf unserer Seite "Malt Mariners".

Wir freuen uns auf Euch!

Sonntag, 15. März 2015

Danke Hamburg! Schön wars :)


Die Malt Mariners sagen DANKE an Hamburg City! Ihr rockt mega! Tolle Leute, super Stimmung und natürlich lecker Whisky... Was will man mehr :). Wir werden sicher bald wieder in Hamburg vor Anker liegen!

Bis bald!

Slainte Mhath!

Michael & Leon


Dienstag, 10. März 2015

Auswärtsspiel in Hamburg

Es ist geschafft! Wir haben eine coole Location gefunden in der wir unser Hamburger Whisky Tasting, mit dem Thema "Different Types Of Malts" abhalten können. Somit haben wir noch eine kleine Zahl von Plätzen frei! Nähe Infos findet ihr unter Veranstaltungen. Wer also Interesse hat, darf sich gerne bei uns melden! 

Wir sehen uns Samstag in Hamburg!